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Luxemburger Operetten im Rahmen der "Soirées musicales de Bissen"


Die „Soirées musicales de Bissen“ sehen sich auch und vor allem der Luxemburger Kultur verpflichtet. Nach der Aufführung von Dicks' „Scholdschäin“ und „D'Mummséiss“ im vergangenen Jahr, waren es dieses Mal die Operetten „Eng Hellecht op der Musel“ und „Dräi ass gëttlech“, die der Veranstalter jüngst im Festsaal des einstigen Bissener Gemeindehauses präsentierte.

Diese Begeisterung des Publikums gründete nicht nur im schlagenden Witz, der ins Winzermilieu eingebetteten Bühnenstückeaus der Feder von Jean-Pierre Dieschbourg (Musik: Charles Gunther) und Batty Weber (Jean-Antoine Muller), sondern ebenso in der Leistung der Protagonisten, die diesen "Owend op der Musel" zu einem harmonischen Hörgenuss werden ließen.

   
Manou Walesch (l.) und Gaby Wolter-Boever: "Miseler Meedchen, Miseler Damm".
(Foto: Daniel Roder)
Dreh- und Angelpunkt war dabei einmal mehr Henri Losch, der als Rezitator mit der ihm eigenen klaren und stets mit einem Schuss Ironie gewürzten Diktion seine profunden Kenntnisse rund ums Luxemburger Brauchtum mit einflocht. Zusammen mit Losch standen wie bereits 2008 Jean-Paul Majerus (Bass-Baryton), Gaby Wolter-Boever (Sopran), Manou Walesch (Mezzosopran) und Raymond Majerus (Tenor) sowie Jean Hommel (Kontrabass), Ann Majerus (Violine) und Marc Bettendorf (Klavier) auf der Bühne, um die beiden Dramen, die eigentlich nichts anderes als eine Überzeichnung der gesellschaftlichen Verhältnisse rund um die vorvergangene Jahrhundertwende sind, zu interpretieren. Mit viel Pathos wurde da etwa die Episode erzählt, in der sich die junge Sisy letztlich erfolgreich dem Heiratswerben eines sich selbst maßlos überschätzenden „Bauerejong vun déi Säit der Musel“ und damit auch dem Willen ihrer Mutter widersetzte. Alles überragend bei der Interpretation dieser Operette war jedoch das von den Solisten sehr gefühlvoll vorgetragene Abendlied „Aus de Bierger duerch den Dall“.

Wunderbar skurril gestaltete sich die Suche nach dem passenden Mann fürs Leben der Winzertochter in der im Folgenden aufgeführten Operette „Dräi ass gëttlech“. Da kam plötzlich ein Nachttisch abhanden, tauchte am Ende gar in dreifacher Ausführung wieder auf, um so letztlich Anlass zur Pointe „besser ee Freier an dräi Nuetsdëscher, wéi dräi Freieren a kee Nuetsdësch“ zu geben. Ein erfrischender Operettenabend, an dessen Anschluss es noch Nikolaus Heins und Pir Kremers poetische Lobpreisungen auf den Moselwein zu hören gab.

Dan Roder
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